Messung und Stabilisierung des Raumklimas in der Kirche "Zur Frohen Botschaft"
Drittmittelprojekt (ZAFT-Projekt)

Prof. Dr.-Ing. Gunter Lauckner

Für das Raumklima in Kirchen werden hohe Anforderungen gestellt, um Kunstwerke und wertvolle Orgeln vor Schäden zu schützen. Unbeheizte Kirchen traditioneller Bauweise „klimatisieren“ sich selbst. Sie passen sich auf Grund ihrer großen thermischen Trägheit den typischen nutzungsbedingten Belastungen und äußeren Klimaschwankungen nur sehr langsam an, so dass raumklimabedingte Schäden an der Innenausstattung erfahrungsgemäß selten anzutreffen sind. Mit dem Betrieb von Heizungs- und Lüftungsanlagen können erhebliche Strömungen der Raumluft entstehen, die durch Temperaturunterschiede verursacht werden. Mit der Restaurierung der wertvollen Amalien-Orgel in der Kirche "Zur Frohen Botschaft" musste auch die Frage nach den raumklimatischen Bedingungen neu gestellt werden, um eine bestmögliche Bespielbarkeit zu sichern und das Instrument vor Schäden zu schützen. Das Ziel des Projektes bestand in der Stabilisierung des Raumklimas im Umfeld der Orgel durch die Reduzierung des Temperaturgefälles im Kirchraum und damit der Luftbewegungen. Durch Langzeitmessungen ergibt sich ein Bild von Raumklima und Strömungsmechanik. Der Grundgedanke zur Beruhigung der Raumluftströmung bestand in der Kompensation der Temperaturunterschiede. So konnten die Antriebskräfte für die Raumluftströmung durch Aufbau einer Gegenströmung über der Orgel maßvoll reduziert werden.


Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde Kirche "Zur Frohen Botschaft"

Ingenieurbüro Niehsen-Baumann, Chemnitz

01.04.2010 bis 30.04.2011