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Perspektivische Ansicht einer 3D-modellierten Auenlandschaft in der Nähe von Salkhit
Integrated water resource managment in central Asia - model region Mongolia (MoMo III)
Drittmittelprojekt mit Industriebeteiligung

Prof. Dr. rer. nat. Martin Oczipka

Prof. Dr. rer. nat. Marco Block-Berlitz
Dipl.-Ing. Bettina Bruschke

Wie die Wasserqualität und Bewirtschaftung der gefährdeten Wasserressourcen in der Mongolei verbessert werden kann, untersuchen Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden.


Das Verbundprojekt „Integriertes Wasser Ressourcen Management in Zentralasien: Modellregion Mongolei, Phase III (MoMo III)“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 2,9 Mio. Euro gefördert. Es ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Integriertes Wasserressourcenmanagement (IWRM)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“.

Bereits seit 2006 untersucht ein deutsch-mongolisches Forscherteam unter Federführung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), wie Wasserqualität und Bewirtschaftung der gefährdeten Wasserressourcen in der Mongolei verbessert werden können. Die dritte Projektphase (2015-2018) begann kürzlich mit eine Auftaktveranstaltung zum Thema „Environmental Monitoring“ am Geoökologischen Institut der Mongolischen Akademie der Wissenschaften (MAS) in Ulan Bator.
Der Industrialisierungsgrad der Mongolei steigt ebenso wie der Ressourcenbedarf der dort lebenden Bevölkerung. Bergbau, Industrie und Weidewirtschaft gefährden vielerorts Grundwasser und Oberflächengewässer. Besonders stark davon betroffen ist das Kharaa-Flussgebiet im Norden der Mongolei, das deshalb als Modellregion für das Projekt „Integriertes Wasserressourcen-Management in Zentralasien“ ausgewählt wurde.

Gemeinsam mit mongolischen Partnern wird daher ein innovatives, fernerkundlich basiertes Monitoring-System der durch Überweidung und Schädigung der Ufervegetation gefährdeten Flussauen aufgebaut.

Dieses Jahr Stand neben der Datenerhebung die Ausbildung der Mitarbeiter und Studenten der beteiligten Institutionen und die Koordination der langfristigen –über die Laufzeit des MoMo-Projektes hinaus- akademischen Austausch im Fokus. Ein Austausch von Studierenden der HTW Dresden und der Mongolischen Akademie der Wissenschaften ist nun jederzeit für Praktika, Abschlussarbeiten und Auslandsemester möglich.

Es wurden ebenfalls zahlreiche Befliegungen mit der HTW Kleindrohne durchgeführt. Da im Quellgebiet des Kharaa der Permafrost von entscheidender hydrologischer Bedeutung für die Abflussbildung ist, erfolgten in Kooperation mit  Prof. Dr. Lucas Menzel (Universität Heidelberg,   Geographisches Institut, Abteilung Hydrogeographie und Klimatologie) Befliegungen der Untersuchungsflächen im Khentii-Gebirge.


BMBF, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ (Projektleitung) Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Mongolische Akademie der Wissenschaften
Internationale Kooperation

01.08.2015 bis 31.12.2019