Project image
Puquios in Cantalloc
Vermessung der Aquädukte in der Region Nasca/Peru
Projekt

Prof. Dr.-Ing. Bernd Teichert

MSc (GIS) Christiane Richter

Die Aquädukte in der Region um Nasca gehören zu den ältesten Bewässerungsanlagen in der andinen Welt. Ihren Ursprung haben sie bereits in der Paracas- (ca. 800 – 200 v. Chr.) und der darauf folgenden Nasca-Kultur (ca. 200 v. Chr. – 650 n. Chr.).

Sie stellen ein weitverzweigtes, ausgeklügeltes Bewässerungssystem dar, das bis heute Wasser aus unterirdischen Quellen in eines der trockensten Gebiete der Erde bringt und damit über Jahrtausende die Lebensgrundlage für viele Menschen in dieser Region darstellte. Die Wasseranlagen bestehen im Allgemeinen aus teilweise offenen und teils verschlossenen, unterirdischen Kanälen. Letztere sind häufig über sogenannte Puquios (spiralförmige Einstiege) zugänglich.

Einige der Aquädukte werden bis heute insbesondere für die Landwirtschaft genutzt. Lediglich eine Anlage von Puquios in Cantalloc östlich von Nasca ist fast vollständig restauriert und touristisch erschlossen. Viele der insgesamt knapp 40 Anlagen verkommen zunehmend infolge des ungeordneten Städtewachstums – vor allem im Großraum Nasca. Daher soll im Rahmen eines interdisziplinären Projektes das Potenzial der Aquädukte für eine Anerkennung als Weltkulturerbe evaluiert werden. Als Grundlage dafür müssen zunächst alle Aquädukte und Puquios vermessungstechnisch erfasst, bezüglich ihres aktuellen Zustandes analysiert und kartographisch dokumentiert werden.


CVUT Prag, Fakultät Geomatik, Labor Photogrammetrie; Agencia Agraria (Landwirtschaftsbehörde) und Autoridad Nacional del Agua (Nationale Wasserbehörde) in Nasca/Peru; Associación "Maria Reiche" Lima/Peru
Internationale Kooperation

01.09.2016 bis 31.12.2020