IkARUS - Intelligenter Auftragsdurchlauf-Sensor für komplexe Fertigungsumgebungen ohne durchgängige Logistikautomatisierung
Drittmittelprojekt

Prof. Dr. rer. pol. Dirk Reichelt

Produzierende deutsche KMU stehen im weltweiten Wettbewerb bei steigendem Kostendruck vor der Herausforderung, zunehmend schneller und flexibler auf Kundenwünsche zu reagieren und dabei stabil in höchster Qualität zu produzieren. Dies erhöht die technischen Anforderungen an die Produktions- und Logistiksysteme und auch den Leistungsdruck auf die Mitarbeiter. Die Produktionslogistik muss kurze Durchlaufzeiten der Fertigung gewährleisten, die dynamische Priorisierung von Aufträgen ermöglichen, eine zunehmende Produktvielfalt unterstützen sowie die Fertigung in individuellen Losgrößen sicherstellen. Großkonzerne setzen dafür Robotertechnik sowie vollautomatische Transportsysteme in Verbindung mit MES-Lösungen ein. Für mittelständische Unternehmen ist die durchgängige Automatisierung der Produktionslogistik nicht finanzierbar. Das Ziel des Projektes besteht in der Entwicklung einer Industrie 4.0-Lösung zur sicheren Ortung und dezentralen Echtzeitsteuerung des Materialflusses in komplexen Produktionsumgebungen für KMU. Dazu ist ein System in Gestalt eines Cyber-Physical-Systems (CPS) zu entwickeln, mit dem der Materialstandort und manuell ausgeführte Materialbewegungen automatisch erkannt werden. Weiterhin soll der Sensor die jeweils aktuelle Arbeitsanweisung sowie weitere relevante Informationen zu dem Produkt für den Werker anzeigen. Im Ergebnis entsteht eine dezentrale, sensorbasierte Automatisierungslösung für die Produktionslogistik, mit der Materialfehlbearbeitung vermieden wird, ein individueller, dynamischer Fertigungsdurchlauf möglich wird und bei der die Mitarbeiter von Vorgängen der Materialsuche und manuellen Materialbuchung entlastet werden.


SMWK

01.07.2015 bis 31.12.2015