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Einsatz von Vliesstoffen zur Jungpflanzenanzucht.
Drittmittelprojekt mit Industriebeteiligung

Prof. Dr. agr. Fritz-Gerald Schröder

Unter Berücksichtigung der heutigen Ansprüche des Naturschutzes werden einige Standardsubstrate zukünftig substituiert oder durch Zuschlagstoffe ergänzt werden müssen. Nach Schätzungen der Informationsstelle Torf und Humus  reichen die Torfvorkommen noch etwa 15 bis 30 Jahre. Inerte Substrate aus mineralischen Rohstoffen, wie Stein- und Glaswolle sind bezüglich Ihres Gesundheitsrisikos beim Einsatz umstritten. Andere Granulate, wie Perlite, Vermiculite und Blähton sind für automatisierte Verfahren ohne Gefäß ungeeignet. Bezüglich der Volumen -Verhältnisse von Festsubstrat, Wasser und Luft sind die Substrate sehr spezifisch.

Ziel der Entwicklung von Vliestoffen zur Anzucht von Gewächsen ist ein

inertes Substrat mit variablen physikalischen Eigenschaften. Zur Verbesserung der Qualität der Pflanzen soll das Substrat pH-Stabilität und pflanzenspezifische variable Nährstoffpuffer besitzen. Neben der pflanzenbaulichen Eignung ist auch eine technologische Eignung für mechanisierte bzw. automatisierte Verfahren Bestand der Entwicklung. Dabei muß das Substrat, formstabil (ohne Gefäß), transportable, gut mit Wasser benetzbar und gegen unproduktive Verdunstung sowie Algenwachstum geschützt sein. Eingebunden in die Entwicklung ist die pflanzenbauliche und technologische Prüfung.


Sandler Vliesstoffe

01.01.1999 bis 31.12.1999