Sensorgestützte herbizidfreie Unkrautregulierung in pfluglos angebauten Erbsen und Ackerbohnen
Drittmittelprojekt

Prof. Dr. agr. Knut Schmidtke

In dreijährigen Feldversuchen (2017-2020, 4 Wiederholungen, randomisierte Parzellen) soll auf konventionell und ökologisch bewirtschafteten Flächen an drei Standorten in Sachsen untersucht werden, wie mit dem Anbau nichtlegumer Zwischenfruchtgemenge das Keimen und Aufwachsen von Unkräutern so weit reduziert werden kann, dass in den folgend in Mulch- und Direktsaat bestellten Ackerbohnen und Körnererbsen eine mechanische Unkrautbekämpfung mit einem Rollstriegel unterbleiben oder auf Teilflächen beschränkt werden kann. Der Zwischenfruchtaufwuchs verbleibt nach dem Abfrieren als Mulchmaterial zum Schutz des Bodens vor Erosion und zur Unkrautunterdrückung auf der Fläche. Mit der Beschränkung der mechanischen Unkrautbekämpfung auf Teilflächen soll der damit verbundene, das Auflaufen des Unkrautes fördernde Lichtreiz des Werkzeuges weitestgehend auf behandlungsbedürftige weil verunkrautete Teilflächen beschränkt werden. Mit einem kamerabasierten Sensor soll der Unkrautdeckungsgrad erfasst und für eine Einsatzempfehlung für einen Rollstriegel ausgewertet werden. Im letzten Projektjahr soll das Sensorsignal als Steuersignal für Segmente eines Rollstriegels genutzt werden. Parallel wird ein Segmentheber zur Umsetzung des Steuersignals entwickelt. Gesamtziel des Projektes ist es, die Anbauverfahren für Körnererbsen und Ackerbohnen so weiterzuentwickeln, dass ein pflugloser Anbau sowohl im ökologischen Landbau als auch im konventionellen Anbau ohne Herbizideinsatz sicher möglich ist. Zwischen- und Endergebnisse des Projektes werden auf Feldtagen und einer Abschlussveranstaltung sowie Veröffentlichungen vorgestellt.


BLE

Hochschule Osnabrück

15.06.2017 bis 31.12.2020