Selbstorganisation und zentrale Planung im Kontext von Industrie 4.0 (MatEnUm-2)
Drittmittelprojekt mit Industriebeteiligung

Prof. Dr. rer. pol. Torsten Munkelt

Prof. Dr.-Ing. Mario Strucks

Industrie 4.0 propagiert Selbstorganisation intelligenter Ressourcen und Materialien in Produktion und Logistik („Smart Factory“). ERP- und verwandte Informationssysteme planen Produktion und Logistik allerdings noch zentral. Im Rahmen des Projektes  wird die Frage beantwortet, wieviel Selbstorganisation in Produktion und Logistik (bereits) möglich und wieviel zentrale Planung (noch) nötig ist, wobei das natürlich vom konkreten Produktions- und Logistiksystem abhängt.
Ziel des Projektes ist damit die Entwicklung eines Informationssystems, in das Daten eines konkreten Produktions- und Logistiksystems eingegeben werden und das ausgibt, wie und in welchem Verhältnis Selbstorganisation und zentrale Planung im betreffenden Produktions- oder Logistiksystem einzusetzen sind, um optimal und zudem flexibel zu produzieren. Innerhalb des Informationssystems werden systematisch verschiedene Konfigurationen von Selbstorganisation und zentraler Planung miteinander kombiniert, parametrisiert, stochastisch simuliert, bezüglich ihrer Ergebnisse bewertet und verglichen. Die beste Konfiguration entspricht der empfohlenen Art und dem empfohlenen Verhältnis von Selbstorganisation und zentraler Planung im betrachteten Produktions- und Logistiksystem. 

Es werden erfolgversprechende Ansätze zur Selbstorganisation in Produktion und Logistik untersucht. Bei den Ansätzen handelt es sich vorwiegend um ein neues, noch unveröffentlichtes Distributed Manufacturing Resource Planning und um Multiagentensysteme, aber auch naturanaloge Verfahren, Schwar-mintelligenz, Kanban und dezentrale Disposition werden betrachtet. Das zu entwickelnde Informationssystem ist so flexibel angelegt, dass es mit der Zeit wächst und neue Erkenntnisse und Verfahren in das Informationssystem einfließen, was Nachhaltigkeit impliziert. Wenn das Informationssystem gewartet und korrekt weiterentwickelt wird, ist Nachhaltigkeit des Ressourceneinsatzes automatisch gegeben.


SMWK

TecWare Gesellschaft für Softwareentwicklung mbH, Niederau; DUALIS GmbH IT Solution, Dresden; KERSTEN MASCHINENBAU GMBH, Niederau

30.11.-0001 bis 30.11.-0001