Novel basics of quantum physics by Matter Energy Equivalence (QCMatEnE) - Vorbereitung des H2020 Projekts "Quantum Thermodynamics and lmplications (QuanTher)"
Drittmittelprojekt

Prof. Dr. rer. nat. habil. Grit Kalies

Dr.-Ing. Mandy Klauck

Zielstellung der beantragten Förderung ist die finanzielle Unterstützung der personellen und organisatorischen Aufwendungen für die Beantragung eines EU-Projektes im Rahmenprogramm Horizon 2020 mit dem Schwerpunkt Quantenthermodynamik und Implikationen. Die bestehenden, überwiegend auf der „orthodoxen“ Kopenhagener Deutung basierenden theoretischen Modelle der Quantenmechanik bildeten bislang die Basis für die Entwicklung von Quantenapplikationen. Gemäß dieser instrumentalistischen Position stellt die Quantenmechanik, beziehungsweise ein auf ihrer Basis ausgearbeitetes Modell, keine Abbildung der „Realität“ dar. Vielmehr handele es sich bei dieser Theorie lediglich um einen nützlichen mathematischen Formalismus. Ein dem entgegenstehendes realistisches Verständnis der Quantenmechanik wäre aber notwendig, um eine praxistaugliche Übertragung und zuverlässige technologische Nutzung quantenmechanischer Prinzipien und Effekte, z.B. im Rahmen eines Quantencomputers, zu ermöglichen. Die theoretische physikalische Basis der Quantenmechanik ist jedoch nicht konsistent und damit unzureichend. Seit über 100 Jahren besteht eine scheinbar unüberwindbare Barriere zwischen der Theoretischen Physik, die die Wechselwirkungen zwischen Teilchen und Wellen auf subatomarer Ebene erklären soll, und der Thermodynamik, die makroskopische Prozesse beschreibt. Diese Barriere lässt sich mit der Theorie der Materie-Energie-Äquivalenz beheben, die die Antragstellerin anstelle von Einsteins Masse-Energie-Äquivalenz entwickelt hat. Diese in der Monographie „Vom Energieinhalt ruhender Körper“ (DeGruyter-Verlag 2019) veröffentlichte Theorie erweitert Einsteins Ansatz um die thermodynamischen Aspekte und löst damit die Logikbrüche und Widersprüche zwischen Theorie und Experimenten auf. Damit wurde die Basis für eine neue Quantenthermodynamik gelegt, die mit realen Materiewellen vereinbar ist und sich dennoch einer mathematischen Beschreibung nicht entzieht. Mit diesem Umbruch im physikalischen Denken ist eine Basis geschaffen für vollkommen neue Ansätze in der Quantenoptik und -information. Im Rahmen eines Projektes im Programm "FET-Open Challenging Current Thinking" soll dafür eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe aufgebaut werden. Das EuProNet-Projekt dient der Anbahnung und Beantragung des Projektes.


SMWK

15.02.2020 bis 14.05.2020