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Systemstruktur der Kopfstation mit regenerativen Einspeisern und Energiespeicher.
Erprobung regenerativer Energieversorgungsstrategien für den Ausbau digitaler Infrastruktur im ländlichen Raum - READI (Verbundprojekt Forzug)
Drittmittelprojekt mit Industriebeteiligung

Prof. Dr.-Ing. Thomas Schuhmann

Dipl.-Ing. (FH) Martin Eckart
Dipl.-Ing. (FH) Tobias Schillinger
Prof. Dr.-Ing. Thomas Wiedemann

Dem Ausbau der digitalen Infrastruktur, insbesondere in ländlichen Räumen, kommt eine große gesellschaftliche Bedeutung zu. Der dazu erforderliche Ausbau der Datennetze geht einher mit einem stetig steigenden Energiebedarf der erforderlichen informationstechnischen Komponenten. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung muss die Forderung gestellt werden, dass der steigende Energiebedarf aufgrund zunehmender digitaler Vernetzungsgrade weitestgehend durch erneuerbare und damit nicht klimaschädliche Energiequellen gedeckt wird. Durch die dezentrale, regenerative Energieerzeugung „vor Ort“ wird zudem die Versorgungssicherheit der Kopfstation in Kombination mit dem Netzanschluss maßgeblich gesteigert, bis hin zu einem autarken Betrieb über mehrere Tage hinweg. Die regenerative Energieversorgung der Kopfstation stellt damit einen relevanten Baustein des weiteren Breitbandausbaus dar. Die Zielstellung des Förderprojektes umfasst entsprechend die wissenschaftlich begleitete Erprobung einer vollständig regenerativen Energieversorgung einer Breitbandnetz-Kopfstation im ländlichen sächsischen Raum. Im Einzelnen sollen

  • die energetischen Bedarfe einer typischen Kopfstation im ländlichen Raum messtechnisch erfasst und modelliert werden,
  • geeignete verfügbare Systemkomponenten zur regenerativen Bereitstellung und Speicherung der erforderlichen Elektroenergie (insb. Hybridsysteme aus Kleinwindenergieanlage / Photovoltaikanlage / elektrochemischer Speicher) definiert werden,
  • Methoden zur optimalen Kühlung und Nachnutzung der entstehenden Verlustwärme beispielsweise durch Einspeisung in das Fernwärmenetz analysiert werden (Sektorkopplung),
  • eine energetische Simulation des Gesamtsystems erfolgen,
  • auf Basis des Systemmodells ein geeignetes Energieversorgungskonzept erstellt und an einer ausgewählten Kopfstation praktisch erprobt werden sowie
  • Anforderungen für einen großflächigen Einsatz des Energieversorgungskonzeptes abgeleitet werden.

SMWK

MEK-cable GbR, Großolbersdorf predEVOLUTION GbR, Großolbersdorf Heyde Windtechnik, Dippoldiswalde

01.04.2020 bis 31.12.2022