Aviäre Lausfliegen als Vektoren und mögliche Sentinelorganismen für Viren und Bakterien mit Zoonosepotential (Forzug)
Drittmittelprojekt

Prof. Dr. rer. nat. Matthias Jentzsch

Prof. Dr. med. vet. Markus Freick

Ziel des Projekts ist es, mittels molekularbiologischer Methoden festzustellen, in welchem Umfang bestimmte, human- und veterinärmedizinisch bedeutsame Erreger in polyxen lebenden Vogel-Lausfliegen (großes Wirtsspektrum) sowie in Mausersegler- und Schwalbenlausfliegen (unmittelbare Nähe zu menschlichen Behausungen und Viehställen lebend) vorkommen (Prävalenzstudie). Der Schwerpunkt wird dabei auf Deutschland und hier vornehmlich auf Sachsen liegen. Die Ergebnisse des Projekts sollen zu Hinweisen und Lückenschlüssen bei der Eindämmung von human- und/ oder veterinärhygienisch relevanten Epidemien beitragen. Aufgrund ihres hohen zoonotischen Potenzials, ihres nachgewiesenen Vorkommens im Einzugsgebiet und ihrer Nutzung von Vögeln als Reservoir-Wirte werden konkret drei virale Erreger (West-Nil-Virus, Usutu-Virus und Sindbis-Virus) für die Untersuchungen ausgewählt. Zusätzlich sollen die gesammelten aviären Lausfliegenspezies auf bakterielle Pathogene untersucht werden (Bartonella spp., Rickettsia spp. und Borrelia spp.), bei denen Wildvögel eine besondere Rolle als Reservoir und bei der Verbreitung spielen.


SMWK

01.04.2020 bis 31.12.2022