Entwicklung eines biofidelen Crashtest-Dummys mit Muskelaktivität zur Erzielung realitätsnaher Kollisionsabläufe (BioMyoDummy)
Drittmittelprojekt mit Industriebeteiligung

Prof. Dr.-Ing. Lars Hannawald

Dipl.-Ing. (FH) Benjamin Härtel

Herkömmliche Dummys wie der Hybrid-III sind dem Menschen nachempfundene stabile sensorbestückte Körper die helfen, die Fahrzeugsicherheit zu erhöhen, jedoch nur für den Einsatz als Fahrzeug-Passagier geeignet sind. Die CTS und HTW haben mit dem Biofidel-Dummy ein neues Entwicklungswerkzeug geschaffen, das sich durch eine ähnliche Festigkeit von Knochen und Gewebe zum menschlichen Körper auszeichnet. Mit diesem könne die wahrscheinlichen Verletzungen von Menschen in vielfältigen Einsatzszenarien in der Fahrzeugtechnik oder weiteren Anwendungen nachgebildet werden. Allerdings ähnelt das dynamische Verhalten des Biofidel-Dummys beim Zusammenprall oder Sturz einem ohnmächtigem oder totem Menschen, was zu einem erheblichen Unterschied im Schadensbild führt. Daher plant das Konsortium die Entwicklung eines mit passiven und aktiven Muskeln ausgestatteten Biofidel-Dummys, wobei im ersten Schritt die Halswirbelsäule und die Wirbelsäule mit Muskeln ausgestattet werden soll, da dies die kritischsten Verletzungen sind, die häufig Gegenstand von gerichtlichen Streitfällen sind. Im Ergebnis soll der Dummy eine realitätsnahe Körperspannung und Bewegungsablauf in Crash-Situationen aufweisen.


BMWi (ZIM)

crashtest-service.com GmbH, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

01.05.2021 bis 31.10.2023